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Das Ersttrimester Screening ist ein Untersuchungspaket zur Risikoabschätzung. Der richtige Zeitpunkt ist die 12. bis 14. Woche

Ersttrimester Screening

Das Ersttrimester Screening ist eine Kombination verschiedener Untersuchungen, mit denen sich Ihr individuelles Risiko berechnen lässt, ein Kind mit Trisomie 21 zu bekommen. Die Risikoberechnung erfolgt dabei im Vergleich mit dem Durchschnittsrisiko in Ihrer Altersgruppe.

Zentraler Bestandteil der Untersuchung, und für die weitere Risikoberechnung hinsichtlich Trisomie 21 unerlässlich, ist die Nackenfaltenmessung mittels Ultraschall. Bei der Nackenfalte, auch Nackentransparenz oder Nuchal translucency (NT) genannt, handelt es sich um eine vorübergehende Flüssigkeitsansammlung im Nacken, welche alle Kinder aufweisen, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaße. Vereinfacht ausgedrückt steigt mit zunehmender Breite der Nackenfalte das Risiko, ein Kind mit Down-Syndrom zu bekommen. Für die Risikoberechnung werden außerdem weitere Faktoren einbezogen.

Der empfohlene Zeitraum für diese Untersuchung liegt zwischen der 11+0 sowie der 13+6 Schwangerschaftswoche; optimale Bedingungen herrschen in der Regel zwischen 12+1 bis 12+6 Schwangerschaftswochen vor. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.

Was wird beim Ersttrimesterscreening gemacht?

Beim Ersttrimester Screening können zu einem sehr frühen Untersuchungszeitpunkt Fehlbildungen ausgeschlossen werden. Zentraler Bestandteil der Untersuchung ist die Nackenfaltenmessung.

Wer entscheidet beim Ersttrimesterscreening, ob ich eine weiterführende Untersuchung machen soll?

Ausschließlich Sie selbst entscheiden darüber. Wenn Sie von vornherein keine Fruchtwasseruntersuchung möchten, würden wir Ihnen abraten, diesen Test durchführen zu lassen. Sollte ihr persönliches Risiko erhöht sein, erbringt letztendlich nur die Untersuchung der Chromosomen Sicherheit darüber, ob ein Down-Syndrom vorliegt oder nicht.

Was kostet das Ersttrimesterscreening?

Das Ersttrimesterscreening ist eine Leistung, die nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird und somit als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) abgerechnet wird. Die Kosten für die Ultraschalluntersuchung betragen in unserer Praxis 205,- Euro; die zusätzlichen Laborleistungen werden mit 35 Euro in Rechnung gestellt. Bei einer Zwillingsschwangerschaft betragen die Kosten 340,- Euro, die Kosten für zusätzliche Laborkosten sind gleich.

Was bedeutet "Risiko für Down-Syndrom (Trisomie 21)"?

Mit zunehmendem Lebensalter erhöht sich das Risiko, ein Kind mit Down-Syndrom zu bekommen. Das heißt: Würde eine jeweils gleiche Anzahl von Frauen aus jedem Lebensalter ein Kind bekommen, dann hätte die Altersgruppe der ältesten Frauen die meisten Kinder mit einem Down-Syndrom.

Gibt es neben der Trisomie 21 andere Ursachen für eine verbreiterte Nackenfalte?

Andere Ursachen für eine verbreiterte Nackenfalte können Herzfehler, Defekte der Bauwand oder des Zwerchfells, Skelettfehlbildungen oder Stoffwechselstörungen sein.