0221.550 04 54

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Die Chorionzottenbiopsie kann früh genetische Erkrankungen aufdecken. Sie wird ab der 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt.

Chorionzottenbiopsie: Entnahme von Mutterkuchen

Die Chorionzottenbiopsie (CVS) ist die frühestmögliche invasive Untersuchungsmethode, um Chromosomenfehlverteilungen und genetische Erkrankungen beim Ungeborenen zu entdecken.

Dabei werden Bestandteile des Mutterkuchens (Plazenta), die Chorionzotten, entnommen und untersucht. Zur Entnahme der Gewebeprobe führt der untersuchende Arzt unter ständiger Ultraschallkontrolle eine dünne Punktionsnadel durch die Bauchdecke zum Mutterkuchen. Der Eingriff wird ambulant durchgeführt und ist mit nur geringen Schmerzen verbunden. Eine örtliche Betäubung ist nicht erforderlich.

Bereits ab der 12. Schwangerschaftswoche können Zellen aus den Chorionzotten entnommen und untersucht werden. Die Ergebnisse über die häufigsten Chromosomenfehlverteilungen (Trisomie 21/13/18, Turner-Syndrom, Triploidie) liegen bereits nach ein bis zwei Tagen vor; das Endergebnis mit Aussagen zu strukturellen Eigenschaften der Erbanlagen liegt nach 12—14 Tagen vor. Das Fehlgeburtsrisiko beträgt in erfahrenen Händen 0,2 % bis 0,5% und entspricht somit dem Fehlgeburtsrisiko der Amniozentese.