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Amniozentese ist eine schmerzfreie Fruchtwasseruntersuchung. Sie kann ab der 16. Woche durchgeführt werden.

Amniozentese / Fruchtwasseruntersuchung

Bei einer Amniozentese wird Fruchtwasser mit einer dünnen Nadel über die Bauchdecke der Mutter entnommen. Man spricht daher von einer invasiven Untersuchung. Die Untersuchung erfolgt ohne Betäubung, da die Nadel so dünn ist, dass man sie kaum spürt. Dabei werden die im Fruchtwasser enthaltenen kindlichen Zellen untersucht. Dies dient zum Ausschluss von Störungen der Chromosomen und bei speziellen Risikokonstellationen.

Diese Untersuchung wird täglich mehrfach in unserer Praxis durchgeführt. Alle Untersucher verfügen über eine langjährige Praxis und Erfahrung mit dieser Untersuchung. Die Untersuchung selbst dauert nur wenige Sekunden. Inklusive Beratung sollte die Patientin jedoch mit 45–60 Minuten rechnen.

Das Fehlgeburtsrisiko beträgt in erfahrenen Händen 0,2 % bis 0,5% und entspricht somit dem Fehlgeburtsrisiko der Chorionzottenbiopsie. Über Einzelheiten, Risiken und Alternativen des Eingriffs beraten wir Sie gerne vor der Untersuchung.

Was muss ich bei einer Amniozentese beachten?

Die Patientin ist für die folgenden zwei Tage arbeitsunfähig und sollte wenn möglich nicht alleine zur Untersuchung kommen. Die Schwangere braucht für diese Untersuchung nicht nüchtern zu sein. Allerdings sollte die Untersuchung bei Erkrankungen der Mutter, wie zum Beispiel starkem Husten, grippalem Infekt, oder bei vaginalen Blutungen verschoben werden.

Wann erhalte ich das Ergebnis einer Amniozentese?

Das Untersuchungsergebnis einer Amniozentese liegt nach ungefähr 12-14 Tagen vor.

Kann ich nach einer Amniozentese das Ergebnis schneller erhalten?

Auf Wunsch kann auch ein Schnelltest durchgeführt werden (der so genannte FisH-Test: Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung), der nach einem Tag eine Aussage bezüglich der häufigsten Chromosomenfehlverteilungen erlaubt. Die Kosten für diesen Schnelltest belaufen sich auf ungefähr 112 Euro.

Was geschieht bei einem negativen Ergebnis der Amniozentese?

Bei Auffälligkeiten werden wir uns mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt sowie dem Facharzt für Humangenetik zusammensetzen, um gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Partner die Ergebnisse zu besprechen und Ihnen bei der Entscheidung über das weitere Vorgehen zu helfen.